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Präpositionen im Deutschunterricht

Präpositionen verstehen, erklären und gezielt üben – so gelingt der Unterricht von Klasse 2 bis 7

Nina Bergmann

Veröffentlicht am 16.03.2026

Zuletzt atkualisiert am 16.03.2026

    Was sind Präpositionen – und warum sind sie so wichtig?

    Präpositionen – auch Verhältniswörter genannt – gehören zu den häufigsten Wörtern der deutschen Sprache. Wörter wie auf, unter, mit, wegen oder trotz kommen in nahezu jedem Satz vor und übernehmen dabei eine entscheidende Funktion: Sie zeigen an, in welchem räumlichen, zeitlichen, modalen oder kausalen Verhältnis Wörter und Wortgruppen zueinander stehen.

    Ohne Präpositionen wäre präzises Ausdrücken kaum möglich. „Das Buch liegt auf dem Tisch“ ist etwas grundlegend anderes als „Das Buch liegt unter dem Tisch.“ Diese scheinbar kleinen Wörter tragen erheblich zur Bedeutung eines Satzes bei – und genau deshalb sind sie ein zentrales Thema im Grammatikunterricht.

    Für Lehrer stellt das Thema Präpositionen eine besondere didaktische Herausforderung dar: Schüler benutzen Verhältniswörter zwar intuitiv meist richtig, das grammatische Verstehen – also zu wissen, was eine Präposition ist, welche Arten es gibt und welchen Kasus sie fordern – muss jedoch gezielt erarbeitet und geübt werden.

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    Ab welcher Klasse werden Präpositionen unterrichtet?

    Das Thema begleitet Schüler über mehrere Jahrgangsstufen hinweg, wobei sich der Anspruch schrittweise steigert:

    • Klasse 2–3 (Grundschule): Erste Begegnung mit lokalen Präpositionen wie auf, unter, vor, hinter, neben. Im Fokus steht der intuitiv richtige Gebrauch, z. B. beim Beschreiben von Bildern oder beim Verfassen einfacher Sätze.
    • Klasse 4 (Grundschule): Systematische Einführung als Wortart – Schüler lernen, Präpositionen zu erkennen, benennen und kategorisieren. Die Kasusabhängigkeit wird erstmals thematisiert.
    • Klasse 5–7 (Sekundarstufe): Vertiefung und Erweiterung – alle vier Arten von Präpositionen (lokal, temporal, modal, kausal) werden erarbeitet; der Zusammenhang mit den Fällen (Dativ, Akkusativ, Genitiv) steht im Mittelpunkt.

    Die vier Arten von Präpositionen im Überblick

    Ein strukturierter Unterricht unterscheidet klar zwischen den verschiedenen Präpositionstypen:

    1. Lokale Präpositionen (Ort) Sie beantworten die Frage Wo? oder Wohin? Beispiele: auf, unter, vor, hinter, neben, zwischen, in, an, beiDas Heft liegt auf dem Tisch. Der Hund sitzt vor der Tür.

    2. Temporale Präpositionen (Zeit) Sie beantworten die Frage Wann? oder Wie lange? Beispiele: nach, vor, während, seit, bis, gegen, um, abNach dem Unterricht geht er nach Hause. Seit drei Wochen üben wir Grammatik.

    3. Modale Präpositionen (Art und Weise) Sie beantworten die Frage Wie? oder Womit? Beispiele: mit, ohne, per, durch, auf, mittelsSie fährt mit dem Fahrrad zur Schule. Er löst die Aufgabe ohne Hilfe.

    4. Kausale Präpositionen (Grund) Sie beantworten die Frage Warum? Beispiele: wegen, trotz, dank, aufgrund, infolge, mangelsWegen des Regens fällt der Ausflug aus. Dank der Übung hat er es verstanden.


    Präpositionen und der Kasus – die große Hürde

    Die größte didaktische Herausforderung beim Unterrichten von Präpositionen ist die Kasusabhängigkeit. Schüler müssen lernen, dass bestimmte Präpositionen immer denselben Fall fordern – und dass bei einigen Präpositionen sogar der Fall die Bedeutung verändert.

    Als Faustregel gilt:

    • Dativ verlangen: mit, nach, bei, von, zu, seit, gegenüber, aus, außer
    • Akkusativ verlangen: durch, für, gegen, ohne, um, bis, wider
    • Genitiv verlangen: wegen, trotz, dank, aufgrund, während, infolge
    • Dativ oder Akkusativ (je nach Bedeutung): auf, an, in, vor, hinter, neben, über, unter, zwischen

    Der letzte Punkt ist besonders erklärungsbedürftig: „Er läuft in dem Zimmer“ (Dativ, Frage: Wo?) steht neben „Er läuft in das Zimmer“ (Akkusativ, Frage: Wohin?). Dieser Unterschied zwischen Lage und Richtung bereitet vielen Schülern – vor allem in der Sekundarstufe – hartnäckige Schwierigkeiten.

    Tipp für den Unterricht: Visuelle Merkhilfen und Tabellen, in denen Präpositionen nach ihrem Kasus sortiert werden, helfen Schülern enorm. Ergänzend bewähren sich Beispielsätze, die Schüler selbst formulieren und dann gemeinsam auf den richtigen Fall überprüfen.


    Typische Fehler und wie man ihnen begegnet

    Bestimmte Fehlerquellen tauchen im Unterricht immer wieder auf – es lohnt sich, sie gezielt anzusprechen:

    • Verschmelzungen vergessen: in dem wird zu im, an das wird zu ans. Schüler schreiben diese Formen oft auseinander oder verwechseln sie.
    • Genitiv-Präpositionen mit Dativ: Besonders wegen und trotz werden im Umgangssprache häufig mit Dativ gebraucht (wegen dem Regen statt wegen des Regens). Hier ist ein behutsamer Umgang mit dem Sprachgefühl gefragt.
    • Schüler mit Deutsch als Zweitsprache: In vielen Sprachen gibt es keine Präpositionen – hier ist besonders intensives und kleinschrittiges Üben notwendig, da die Formen nicht intuitiv erschlossen werden können.

    Methodische Tipps: Präpositionen wirkungsvoll vermitteln

    In der Grundschule empfiehlt es sich, mit konkreten, anschaulichen Situationen zu beginnen: Gegenstände im Klassenzimmer beschreiben, Bilder kommentieren oder einfache Wegbeschreibungen verfassen. Handlungsorientierte Aufgaben – z. B. ein Spiel, bei dem Schüler einen Gegenstand nach Anweisung platzieren – festigen das Verständnis auf natürliche Weise.

    In der Sekundarstufe bietet sich eine systematische Tabellenarbeit an: Schüler sortieren Präpositionen nach Typ und Kasus, belegen sie mit selbst formulierten Beispielsätzen und erarbeiten so ein strukturiertes Regelwissen. Die Verbindung zur Satzgliedanalyse (Präpositionalphrase als Satzglied) schafft wichtige Querverbindungen.

    Für heterogene Klassen und unterschiedliche Leistungsniveaus bieten sich differenzierte Übungsformate an: Während leistungsschwächere Schüler aus vorgegebenen Präpositionen die passende auswählen, formulieren stärkere Schüler eigenständige Sätze oder erkennen Fehler in einem Korrekturtext.


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    Mein Fazit

    Präpositionen sind ein Thema, das auf den ersten Blick unscheinbar wirkt – aber im Unterricht immer wieder für Überraschungen sorgt. Schüler benutzen diese Wörter täglich, ohne darüber nachzudenken, und genau das macht die explizite Erarbeitung so spannend: Es geht darum, etwas bereits Bekanntes bewusst zu machen. Meine Erfahrung zeigt, dass vor allem die Kasusregeln konsequentes Üben brauchen – einmalig erklären reicht nicht. Wer mit anschaulichen Materialien und abwechslungsreichen Übungsformaten arbeitet, wird merken, dass die meisten Schüler das Thema gut durchdringen können. Besonders bei DaZ-Schülern zahlt sich geduldige Kleinschrittigkeit aus.

    Nina Bergmann

    Redakteur/in

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