Achtung: Die Printausgabe von über 900 Arbeitsheften stark reduziert! Jetzt ansehen

Arbeitsblätter Artikel für die Grundschule

Der, die, das – warum drei kleine Wörter so viel Übung brauchen

Nina Bergmann

Veröffentlicht am 04.02.2026

Zuletzt atkualisiert am 04.02.2026

    Artikel gehören zu den am häufigsten verwendeten Wörtern der deutschen Sprache. Gleichzeitig zählen sie zu den schwierigsten Grammatikthemen – nicht nur für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache, sondern auch für Muttersprachler. Der Grund: Es gibt kaum verlässliche Regeln, welcher Artikel zu welchem Nomen gehört.

    Was sind Artikel?

    Artikel sind Begleiter der Nomen. Sie stehen immer vor dem Nomen und zeigen drei wichtige Eigenschaften an: das grammatische Geschlecht (Genus), die Anzahl (Numerus) und den Fall (Kasus).

    Die deutsche Sprache kennt drei bestimmte Artikel: der (maskulin), die (feminin) und das (neutral). Dazu kommen die unbestimmten Artikel ein und eine. In der Grundschule hat sich der Begriff „Begleiter“ etabliert, weil er die Funktion anschaulich beschreibt – Artikel begleiten das Nomen und stehen niemals allein.

    Passende Arbeitsblätter zum Thema

    Unterrichtsvorbereitung ganz einfach!

    Lesen, Schreiben und Malen … bis der Weihnachtsmann kommt! / Klasse 1 – P12596

    Lesen, Schreiben und Malen … bis der Weihnachtsmann kommt! / Klasse 1 – P12596

    ab 19,99 €

    Lesen, Schreiben und Malen … bis der Weihnachtsmann kommt! / Klasse 2 – P12597

    Lesen, Schreiben und Malen … bis der Weihnachtsmann kommt! / Klasse 2 – P12597

    ab 19,99 €

    Lesen, Schreiben und Malen in der Osterzeit / Klasse 1 – P12612

    Lesen, Schreiben und Malen in der Osterzeit / Klasse 1 – P12612

    ab 14,99 €

    Grammatik für die Grundschule – Vier Fälle / Klasse 3 – P12059

    Grammatik für die Grundschule – Vier Fälle / Klasse 3 – P12059

    ab 13,49 €

    Qualipass Nomen – P11334

    Qualipass Nomen – P11334

    ab 14,99 €

    Bildungsstandard Englisch / Klasse 6 – P11037

    Bildungsstandard Englisch / Klasse 6 – P11037

    ab 13,49 €

    Einfach Deutsch – P12808

    Einfach Deutsch – P12808

    ab 16,49 €

    Wochenplan Grammatik / Klasse 7 – P12733

    Wochenplan Grammatik / Klasse 7 – P12733

    ab 15,99 €

    Wochenplan Grammatik / Klasse 8 – P12919

    Wochenplan Grammatik / Klasse 8 – P12919

    ab 16,49 €

    Wann werden Artikel im Unterricht behandelt?

    Die Einführung beginnt bereits in der 1. Klasse, parallel zum Kennenlernen der Nomen. Kinder lernen früh, dass zu jedem Nomen ein Begleiter gehört. Da viele Erstklässler noch nicht sicher lesen können, arbeiten Lehrer häufig mit Bildern: Die Kinder ordnen Bildern den passenden Artikel zu und verlassen sich dabei auf ihr Sprachgefühl.

    Ab der 2. Klasse wird zwischen bestimmten und unbestimmten Artikeln unterschieden. Die Schüler üben, wann „der Hund“ und wann „ein Hund“ passt.

    In der 3. und 4. Klasse kommt die Deklination hinzu: Die Artikel verändern sich je nach Fall. Aus „der Mann“ wird „den Mann“ im Akkusativ oder „dem Mann“ im Dativ.

    KlassenstufeLerninhalt
    Klasse 1Zuordnung der bestimmten Artikel der, die, das zu Nomen
    Klasse 2Unterscheidung bestimmter und unbestimmter Artikel, Singular und Plural
    Klasse 3Einführung der vier Fälle, Deklination der Artikel
    Klasse 4Vertiefung der Fälle, Verschmelzung von Präposition und Artikel

    Bestimmte und unbestimmte Artikel

    Bestimmte Artikel werden verwendet, wenn von etwas Bekanntem oder bereits Erwähntem gesprochen wird: „Siehst du den Hund? Der Hund gehört unserem Nachbarn.“

    Unbestimmte Artikel kommen zum Einsatz, wenn etwas zum ersten Mal genannt wird oder nicht näher bestimmt ist: „Dort sitzt ein Hund.“

    Eine wichtige Besonderheit: Unbestimmte Artikel existieren nur im Singular. Im Plural entfällt der Artikel vollständig – aus „ein Hund“ werden schlicht „Hunde“.

    Warum Artikel so schwierig sind

    Im Deutschen stimmt das grammatische Geschlecht häufig nicht mit dem natürlichen Geschlecht überein. „Das Mädchen“ ist grammatisch neutral, obwohl es eine weibliche Person bezeichnet. „Die Wache“ kann ein Mann sein, „der Gast“ eine Frau.

    Anders als im Englischen, wo nur „the“ als bestimmter Artikel dient, müssen im Deutschen drei verschiedene Artikel unterschieden werden. Feste Regeln, wann welcher Artikel verwendet wird, gibt es nur wenige. Endungen können Hinweise geben: Wörter auf „-ung“, „-heit“ oder „-keit“ sind meist feminin, Wörter auf „-chen“ oder „-lein“ immer neutral. Doch Ausnahmen und Sonderfälle machen das Lernen zur Geduldsprobe.

    Artikel und die vier Fälle

    Ab der 3. Klasse lernen Schüler, dass Artikel ihre Form je nach Fall ändern. Die Deklination betrifft sowohl bestimmte als auch unbestimmte Artikel:

    Bestimmte Artikel im Singular:

    FallMaskulinFemininNeutral
    Nominativder Manndie Fraudas Kind
    Genitivdes Mannesder Fraudes Kindes
    Dativdem Mannder Fraudem Kind
    Akkusativden Manndie Fraudas Kind

    Im Plural lautet der bestimmte Artikel in allen Fällen „die“ – eine Erleichterung beim Lernen.

    Unbestimmte Artikel:

    FallMaskulinFemininNeutral
    Nominativein Manneine Frauein Kind
    Genitiveines Manneseiner Fraueines Kindes
    Dativeinem Manneiner Fraueinem Kind
    Akkusativeinen Manneine Frauein Kind

    Verschmelzung von Präposition und Artikel

    In der gesprochenen und geschriebenen Sprache verschmelzen Präpositionen häufig mit dem Artikel. Diese Formen begegnen Kindern früh im Alltag:

    • an + dem = am (Wir treffen uns am Bahnhof.)
    • in + dem = im (Das Buch liegt im Regal.)
    • zu + dem = zum (Ich gehe zum Arzt.)
    • zu + der = zur (Sie fährt zur Schule.)
    • von + dem = vom (Er kommt vom Sport.)
    • bei + dem = beim (Beim Spielen hatte er Spaß.)

    Artikel im DaZ-Unterricht

    Für Schüler mit Deutsch als Zweitsprache stellen die Artikel eine besondere Herausforderung dar. In vielen Herkunftssprachen existieren keine Artikel oder sie funktionieren völlig anders. Arabisch kennt zwar Artikel, aber keine Unterscheidung nach Geschlecht. Türkisch, Russisch und viele asiatische Sprachen kommen ganz ohne Artikel aus.

    Die frühe und konsequente Arbeit mit den Genera ist deshalb entscheidend. Bewährte Methoden sind:

    • Farbzuordnung: der = blau, die = rot, das = grün, Plural = gelb
    • Symbole und Handzeichen: visuelle Hilfen, die fächerübergreifend eingesetzt werden
    • Nomen immer mit Artikel lernen: nicht „Tisch“, sondern „der Tisch“

    Diese Hilfen unterstützen das Einprägen und sollten im gesamten Unterricht konsequent verwendet werden.

    Didaktische Hinweise

    Die Arbeit mit Artikeln eignet sich besonders für:

    • Zuordnungsübungen: Bilder oder Nomen dem richtigen Artikel zuordnen
    • Lückentexte: Artikel in Sätze einsetzen
    • Tabellen: Nomen nach Artikel sortieren (der-Wörter, die-Wörter, das-Wörter)
    • Memory-Spiele: Nomen und Artikel als Paare finden
    • Wortketten: Zusammengeschriebene Wörter trennen und Artikel zuordnen

    Ab der 3. Klasse kommen Übungen zur Deklination hinzu: Sätze umformen, den richtigen Fall bestimmen, Artikel in verschiedenen Fällen einsetzen.

    Mein Fazit

    Artikel sind weit mehr als kleine Begleitwörter. Sie tragen wesentliche grammatische Informationen und sind für das Verständnis der deutschen Sprache unverzichtbar. Die größte Schwierigkeit liegt darin, dass es kaum logische Regeln für die Zuordnung gibt – jedes Nomen muss mit seinem Artikel gelernt werden. Regelmäßiges Üben von der 1. Klasse an, kombiniert mit visuellen Hilfen und spielerischen Methoden, schafft die Grundlage für sicheres Sprechen und Schreiben. Besonders im DaZ-Bereich zahlt sich die konsequente Arbeit mit Farbsystemen und Symbolen aus.

    Nina Bergmann

    Redakteur/in

    Kohls Kostprobe

    kostenloses Unterrichtsmaterial

    P12059
    P12808