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Produktion und Qualitätssicherung beim Kohl Verlag

Wie ein Arbeitsheft entsteht – Ein Blick hinter die Kulissen des Kohl Verlags

Autor des Beitrags Lynn-Sven Kohl
Lynn-Sven Kohl

Veröffentlicht am: 04.05.2026

Zuletzt aktualisiert am: 20.05.2026

    Viele unserer Kunden kennen uns durch unsere Arbeitshefte, die täglich in Klassenzimmern quer durch Deutschland zum Einsatz kommen. Aber wie entsteht eigentlich so ein Heft? Was steckt hinter einem fertigen Arbeitsheft, das eine Lehrkraft in den Händen hält oder heute häufig als digitale Version herunterlädt? Wir möchten Ihnen heute einen ehrlichen und offenen Einblick in unseren Produktionsprozess geben. Denn Transparenz ist uns wichtig, genauso wie die Qualität unserer Materialien.

    Am Anfang steht die Idee

    Jedes Heft hat seinen Ursprung in einer Idee. Diese kann auf zwei verschiedenen Wegen entstehen: Entweder reicht ein Autor einen Vorschlag, ein Konzept oder sogar ein fertiges Manuskript bei uns ein, oder die Idee wächst direkt aus unserem Redaktionsteam heraus. In beiden Fällen stellen wir uns dieselbe grundlegende Frage: Passt dieses Thema zu unserem Sortiment, und noch wichtiger, brauchen Lehrkräfte genau das?

    Themen und Zielgruppen werden gemeinsam von Redaktionsleitung und Verlagsleitung abgestimmt. Dabei schauen wir stets auf die aktuellen Lehrpläne der einzelnen deutschen Bundesländer. Denn ein Heft, das am Schulalltag vorbeigeht, hilft niemandem.

    Unsere Autoren: Lehrkräfte schreiben für Lehrkräfte

    Was den Kohl Verlag seit jeher auszeichnet: Ein Großteil unserer Autoren kommt selbst aus dem Bildungsbereich. Viele sind aktive oder ehemalige Lehrkräfte, die wissen, wie ein Schultag wirklich aussieht, welche Materialien funktionieren, welche Aufgaben Schüler motivieren und wo im Unterrichtsalltag der Schuh drückt.

    Wer als Autor für den Kohl Verlag tätig sein möchte, bringt idealerweise einen direkten Bezug zum Bildungswesen mit, verfügt über methodisch-didaktische Erfahrung und arbeitet sorgfältig und strukturiert. Auch ein sicherer Umgang mit der deutschen Orthographie gehört selbstverständlich dazu.

    Neue Produktideen entstehen häufig ganz organisch aus Gesprächen mit Autoren, die ihre Erfahrungen aus der Praxis teilen. Das ist eine der schönsten Seiten unserer Arbeit: Wenn Theorie und Praxis zusammenkommen und daraus ein Heft entsteht, das im Unterricht wirklich gebraucht wird.

    Von der Idee zum fertigen Heft: Der Redaktionsprozess

    Liegt ein Manuskript vor, beginnt ein mehrstufiger Prüf- und Bearbeitungsprozess. Zunächst entscheidet die Redaktion, ob Thema und Konzept zum Verlagssortiment passen und ob ein echter Bedarf besteht. Ist das der Fall, übernimmt ein erfahrener Redakteur das Manuskript, idealerweise jemand, der mit dem jeweiligen Themenbereich vertraut ist.

    In dieser Phase wird das Manuskript inhaltlich durchgearbeitet: Sprachstil, Ausdruck und Aufgabenstellungen werden geprüft, angepasst und wo nötig verbessert. Parallel dazu werden passende Illustrationen ausgewählt und für den Satz vorbereitet.

    Nach dem Satz, also der grafischen Aufbereitung des Heftes, kommt das Produkt zurück in die Redaktion für eine erneute inhaltliche Prüfung. Danach erhält der Autor eine PDF-Version zur Autorenkorrektur: Er prüft, ob seine Arbeit so umgesetzt wurde, wie er es sich vorgestellt hat. Erst nach seiner Freigabe geht das Heft ins Lektorat, wo es intensiv auf Rechtschreibung und korrekte Aufgabenstellungen geprüft wird. Den Abschluss bildet eine finale Qualitätskontrolle durch den Redaktionsleiter, bevor das Heft schließlich veröffentlicht wird.

    Illustrationen: Stockbilder, externe Illustratoren und neuerdings auch KI

    Bilder spielen in Schulheften eine wichtige Rolle. Sie lockern auf, veranschaulichen Aufgaben und sprechen Schüler direkt an. Der Kohl Verlag nutzt hierfür überwiegend lizenzierte Illustrationen aus Stockmedien-Plattformen. In einzelnen Fällen beauftragen wir externe Illustratoren, wenn sehr spezifische Darstellungen benötigt werden.

    Seit Kurzem setzen einzelne Autoren und Redaktionsmitarbeiter auch KI-Bildgenerierungstools ein, allerdings gezielt und nur dort, wo Stockmedien keine passenden Motive liefern können. Diese Technologie bietet echte Vorteile: Sie ermöglicht sehr spezifische Darstellungen, die man anderswo schlicht nicht findet, etwa eine bestimmte Schulhofsituation oder eine Szene beim Zoobesuch, die genau zur Aufgabenstellung passt.

    Wo Fehler passieren können und was wir dagegen tun

    Wir sind ein Verlag, der jährlich viele Hefte produziert. Und wir wären nicht ehrlich, wenn wir behaupten würden, dass dabei nie Fehler passieren. Unser Qualitätsprozess ist solide, aber er ist nicht unfehlbar.

    Ein blinder Fleck hat sich beim Einsatz von KI-generierten Illustrationen gezeigt. Diese Technologie ist neu in unserem Arbeitsalltag, und unser bisheriger Prüfprozess war schlicht nicht auf die besonderen Eigenheiten von KI-Bildern ausgerichtet. Bei händisch erstellten oder eingekauften Stockbildern war eine inhaltliche Plausibilitätsprüfung der Illustrationen nie wirklich nötig. Das ändert sich mit KI. Denn KI-Tools liefern nicht immer zuverlässige Ergebnisse: Manchmal entstehen grafisch fehlerhafte oder inhaltlich unstimmige Darstellungen, die auf den ersten Blick nicht auffallen.

    Das nehmen wir ernst. Unsere Redaktionsmitarbeiter und Setzer sind nun ausdrücklich angewiesen, KI-generierte Illustrationen besonders sorgfältig auf inhaltliche Stimmigkeit zu prüfen. Darüber hinaus soll der Einsatz von KI-Bildtools weiterhin dosiert und nur in Ausnahmefällen erfolgen.

    Wenn doch etwas nicht stimmt: Unser Umgang mit Fehlern

    Trotz aller Sorgfalt kann es vorkommen, dass sich nach der Veröffentlichung ein Fehler zeigt. In diesem Fall handeln wir schnell: Digitale Versionen werden in allen Verkaufskanälen umgehend ausgetauscht, sodass Lehrkräfte zeitnah die korrigierte Version herunterladen können. Bei gedruckten Heften legen wir ein Korrekturblatt bei. Bei größeren Druckfehlern nehmen wir die betroffene Auflage komplett aus dem Verkauf und produzieren eine korrigierte Neuauflage.

    Und natürlich freuen wir uns immer über Rückmeldungen aus der Praxis, denn wer kennt unsere Hefte besser als die Lehrkräfte, die täglich damit arbeiten? Unstimmigkeiten können Sie uns jederzeit per Mail, Telefon, Brief oder über das Kontaktformular in unserem Online-Shop melden. Wir nehmen jede Rückmeldung ernst und bearbeiten sie prompt.

    Unser Versprechen an Sie

    Hinter jedem Heft des Kohl Verlags steckt echte Arbeit von Menschen, die den Schulalltag kennen und Materialien schaffen wollen, die im Unterricht wirklich funktionieren. Wir werden unsere Prozesse weiter verbessern, offen mit Fehlern umgehen und dazulernen. Das schulden wir Ihnen und den Schülern, für die unsere Hefte letztlich gemacht sind.