Welche Ferien gibt es in Hessen?
In Hessen gibt es im Schuljahr vier reguläre Ferienarten:
- Osterferien (zwei Wochen): Meist im März oder April, rund um Karfreitag und Ostermontag.
- Sommerferien (sechs Wochen): Üblicherweise zwischen Ende Juni und August – Hessen startet im bundesweiten Vergleich oft besonders früh in die großen Ferien.
- Herbstferien (zwei Wochen): Im Oktober, seit dem Schuljahr 2024/25 durchgängig zweiwöchig.
- Weihnachtsferien (gut zwei Wochen): Rund um Weihnachten und Neujahr, traditionell mit der zusätzlichen „Hessenwoche“ bis in die zweite Januarwoche hinein.
Eine Besonderheit: In Hessen gibt es weder Winterferien noch klassische Pfingstferien. Rund um Pfingsten bleibt lediglich der gesetzliche Pfingstmontag schulfrei. Dafür fallen die übrigen Ferienblöcke – vor allem Weihnachten, Ostern und Herbst – spürbar länger aus als in vielen anderen Bundesländern.
Die Ferientermine werden vom Hessischen Kultusministerium festgelegt und orientieren sich am bundesweit rotierenden Sommerferienkorridor der Kultusministerkonferenz.
Passende Arbeitsblätter zum Thema
Unterrichtsvorbereitung ganz einfach!
Tipps für Eltern und Lehrer, die Ferien sinnvoll zu gestalten
Für Lehrer:
- Unterrichtsvorbereitung: Nutze die langen Ferienblöcke, um Reihen und Konzepte für das kommende Halbjahr zu strukturieren. Gerade die zweiwöchigen Herbst- und Osterferien bieten genug Ruhe, um fertiges Unterrichtsmaterial zu sichten und passend zusammenzustellen.
- Wissenslücken schließen: Plane direkt nach den Ferien eine kurze Wiederholungsphase ein. Mit vorbereiteten Arbeitsblättern lässt sich der Stoff vor den Ferien schnell reaktivieren, ohne wertvolle Unterrichtszeit zu verlieren.
- Fortbildung & Balance: Workshops und Seminare bringen frische Impulse – aber plane auch bewusst Erholung ein, um mit neuer Energie ins nächste Schulhalbjahr zu starten.
Für Eltern:
- Lernen in den Ferien: Nutze die schulfreie Zeit, um Lerninhalte spielerisch zu wiederholen – etwa mit Rätselheften, Lernspielen oder kurzen Übungsblättern. So bleibt der Stoff präsent, ohne dass Ferienstimmung verloren geht.
- Nachholen ohne Druck: Wenn dein Kind in einem Fach hinterherhinkt, eignen sich besonders die zwei zusammenhängenden Wochen im Herbst, um in kleinen Einheiten Versäumtes aufzuarbeiten. Schon 15 Minuten pro Tag mit passendem Material wirken nachhaltiger als langes Pauken am Stück.
- Abwechslung schaffen: Mische aktive und ruhige Tage. Ausflüge in die Region – etwa in den Taunus, den Vogelsberg, an den Edersee oder in den Frankfurter Zoo – lassen sich gut mit kleinen Lernanlässen verbinden.
Besonderheiten in Hessen
Ein Merkmal der hessischen Ferienplanung sind die vier beweglichen Ferientage pro Schuljahr. Anders als in vielen anderen Bundesländern werden sie nicht von den einzelnen Schulen, sondern von den Staatlichen Schulämtern in Abstimmung mit Personal- und Elternvertretungen festgelegt. Sie liegen häufig an Brückentagen – etwa rund um Fronleichnam oder den Freitag nach Christi Himmelfahrt – und eignen sich gut für Familienausflüge, sollten aber rechtzeitig in die Planung einbezogen werden.
Die wohl bekannteste hessische Eigenheit ist die „Hessenwoche“: Während in vielen Bundesländern nach Neujahr längst wieder Unterricht stattfindet, genießen hessische Schülerinnen und Schüler oft noch eine zusätzliche Ferienwoche im Januar. Wer diese Zeit für eine kurze Wiederholungsrunde mit passendem Unterrichtsmaterial nutzt, startet umso sicherer ins zweite Schulhalbjahr.














