In diesem Artikel erfährst du alles über die Schulferien in Rheinland-Pfalz. Wir schauen uns an, wie die Ferientermine seit der Reform 2024/25 geregelt werden, welche Ferienarten es gibt und welche Besonderheiten du beachten solltest – von den weggefallenen Winter- und Pfingstferien bis zu den sechs beweglichen Ferientagen, mehr als in jedem anderen Bundesland. Zusätzlich geben wir dir praktische Tipps, wie du die Ferienzeit als Lehrer oder Elternteil sinnvoll gestalten kannst: von Erholung über Ausflüge an Rhein, Mosel und in die Eifel bis hin zur sanften Vorbereitung auf das neue Schuljahr.
Welche Ferien gibt es in Rheinland-Pfalz?
Seit dem Schuljahr 2024/25 gliedert sich das Schuljahr in Rheinland-Pfalz in nur noch vier Ferienblöcke:
- Osterferien (rund zwei Wochen): Im März oder April, meist rund um Karfreitag und Ostermontag.
- Sommerferien (sechs Wochen): Zeitlich abgestimmt mit Hessen und dem Saarland – in manchen Jahren startet Rheinland-Pfalz schon Ende Juni.
- Herbstferien (rund zwei Wochen): Im Oktober – ein großzügiger Zeitraum außerhalb der teuren Hauptsaison.
- Weihnachtsferien (rund zwei Wochen): Rund um Weihnachten und Neujahr, oft bis weit in den Januar.
Die große Besonderheit: Rheinland-Pfalz hat weder Winter- noch Pfingstferien. Mit der Reform 2024/25 wurden diese beiden Blöcke gestrichen – die Tage aber nicht ersatzlos entfernt, sondern auf die vier verbleibenden Ferien verteilt. Dadurch fallen Oster-, Sommer-, Herbst- und Weihnachtsferien jeweils etwas länger aus. Die Gesamtzahl der freien Tage bleibt mit 75 Werktagen unverändert. Den Termin der Sommerferien gibt die Kultusministerkonferenz bundesweit vor, die übrigen Ferienzeiten legt das Bildungsministerium Rheinland-Pfalz selbst fest.
Passende Arbeitsblätter zum Thema
Unterrichtsvorbereitung ganz einfach!
Tipps für Eltern und Lehrer, die Ferien sinnvoll zu gestalten
Für Lehrer:
- Unterrichtsvorbereitung: Nutze die nun längeren Ferienblöcke, um Reihen und Konzepte für das kommende Halbjahr zu strukturieren und passendes Unterrichtsmaterial vorzubereiten. Die zusammenhängenden Phasen bieten mehr Ruhe als viele kurze Pausen.
- Lange Phase ohne Winterferien einplanen: Weil zwischen Weihnachten und Ostern keine eigene Winterpause liegt, ist dieser Abschnitt besonders lernintensiv. Kurze Wiederholungseinheiten mit vorbereiteten Arbeitsblättern helfen, den Stoff zu festigen, ohne den Takt zu verlieren.
- Fortbildung & Balance: Die zweiwöchigen Oster- und Herbstferien eignen sich gut für Workshops und neue Impulse – plane aber bewusst Erholung ein, um mit frischer Energie weiterzumachen.
Für Eltern:
- Lernen in den Ferien: Nutze die schulfreie Zeit, um Lerninhalte spielerisch zu wiederholen – etwa mit Rätselheften, Lernspielen oder kurzen Übungsblättern. So bleibt der Stoff präsent, ohne dass die Ferienstimmung leidet.
- Nachholen ohne Druck: Wenn dein Kind in einem Fach hinterherhinkt, eignen sich die zwei zusammenhängenden Herbstwochen gut, um Versäumtes in kleinen Einheiten aufzuarbeiten. Schon 15 Minuten am Tag mit passendem Material wirken nachhaltiger als langes Pauken am Stück.
- Abwechslung schaffen: Mische aktive und ruhige Tage. Ausflüge in der Region – an den Rhein, an die Mosel mit ihren Weinbergen oder in die Eifel mit ihren Burgen – lassen sich gut mit kleinen Lernanlässen zu Natur, Geografie oder Geschichte verbinden.
Besonderheiten in Rheinland-Pfalz
Das auffälligste Merkmal ist die Ferienreform seit 2024/25: Mit dem Verzicht auf Winter- und Pfingstferien setzt Rheinland-Pfalz auf wenige, dafür längere und zusammenhängende Erholungsphasen. Das schafft mehr Kontinuität im Unterricht und gleichzeitig planbare, größere Reisefenster außerhalb der teuren Sommer-Hauptsaison.
Eine echte Eigenheit sind die sechs beweglichen Ferientage pro Schuljahr – mehr als in jedem anderen Bundesland. Jede Schule legt sie selbst fest. In den karnevalsgeprägten Regionen rund um Mainz und Koblenz landen sie häufig auf Rosenmontag und Fastnachtsdienstag, anderswo werden sie als Brückentage rund um Christi Himmelfahrt oder Fronleichnam genutzt. Da die tatsächliche Lage und Anzahl der freien Tage dadurch von Schule zu Schule variiert, lohnt sich immer ein Blick in den konkreten Ferienkalender. Hinzu kommen mit Fronleichnam und Allerheiligen zwei landeseigene gesetzliche Feiertage. Wer die langen Oster- und Herbstferien für eine kurze Wiederholungsrunde mit passendem Unterrichtsmaterial nutzt, startet umso sicherer ins nächste Schulhalbjahr.


























