In diesem Artikel erfährst du alles über die Schulferien im Saarland. Wir schauen uns an, wie die Ferientermine im kleinsten Flächenbundesland geregelt werden, welche Ferienarten es gibt und welche Besonderheiten du beachten solltest – von den traditionsreichen Fastnachtsferien statt klassischer Winterferien bis zu den vielen gesetzlichen Feiertagen, den meisten in ganz Deutschland. Zusätzlich geben wir dir praktische Tipps, wie du die Ferienzeit als Lehrer oder Elternteil sinnvoll gestalten kannst: von Erholung über Ausflüge an Saarschleife und Bostalsee bis hin zur sanften Vorbereitung auf das neue Schuljahr.
Welche Ferien gibt es im Saarland?
Das Schuljahr im Saarland gliedert sich in fünf reguläre Ferienblöcke – plus in manchen Jahren zusätzlich Pfingstferien:
- Fastnachtsferien (rund eine Woche): Im Februar, rund um Karneval und Fastnacht. Sie ersetzen die klassischen Winterferien und tragen bewusst den närrischen Namen.
- Osterferien (rund zwei Wochen): Im März oder April, meist rund um Karfreitag und Ostermontag.
- Pfingstferien (optional, nicht in jedem Jahr): Sie werden nur dann eingeplant, wenn der Abstand zwischen Oster- und Sommerferien sonst zu groß würde. In Jahren ohne Pfingstferien sorgen die Feiertage rund um Christi Himmelfahrt und Pfingsten für freie Tage.
- Sommerferien (sechs Wochen): Zeitlich abgestimmt mit Hessen und Rheinland-Pfalz.
- Herbstferien (rund zwei Wochen): Im Oktober.
- Weihnachtsferien (rund zwei Wochen): Rund um Weihnachten und Neujahr.
Eine Besonderheit: Statt Winterferien gibt es im Saarland die Fastnachtsferien, und eigene Pfingstferien sind nicht in jedem Schuljahr vorgesehen. Den Termin der Sommerferien gibt die Kultusministerkonferenz bundesweit vor, die übrigen Ferienzeiten legt das saarländische Bildungsministerium selbst fest.
Passende Arbeitsblätter zum Thema
Unterrichtsvorbereitung ganz einfach!
Tipps für Eltern und Lehrer, die Ferien sinnvoll zu gestalten
Für Lehrer:
- Unterrichtsvorbereitung: Nutze vor allem die zweiwöchigen Oster- und Herbstferien, um Reihen und Konzepte für das kommende Halbjahr zu strukturieren und passendes Unterrichtsmaterial vorzubereiten.
- Fastnachtsferien als Zäsur nutzen: Die kurze Februarpause liegt mitten in der langen Phase nach Weihnachten. Eine knappe Wiederholungsrunde mit vorbereiteten Arbeitsblättern direkt danach hilft, den Stoff zu festigen und neu durchzustarten.
- Fortbildung & Balance: Die längeren Ferien eignen sich gut für Workshops und neue Impulse – plane aber bewusst Erholung ein, um mit frischer Energie weiterzumachen.
Für Eltern:
- Lernen in den Ferien: Nutze die schulfreie Zeit, um Lerninhalte spielerisch zu wiederholen – etwa mit Rätselheften, Lernspielen oder kurzen Übungsblättern. So bleibt der Stoff präsent, ohne dass die Ferienstimmung leidet.
- Nachholen ohne Druck: Wenn dein Kind in einem Fach hinterherhinkt, eignen sich die zwei zusammenhängenden Herbstwochen gut, um Versäumtes in kleinen Einheiten aufzuarbeiten. Schon 15 Minuten am Tag mit passendem Material wirken nachhaltiger als langes Pauken am Stück.
- Abwechslung schaffen: Mische aktive und ruhige Tage. Ausflüge in der Region – an die Saarschleife, an den Bostalsee oder zur Völklinger Hütte (UNESCO-Welterbe) – lassen sich gut mit kleinen Lernanlässen zu Natur, Technik oder Geschichte verbinden.
Besonderheiten im Saarland
Die wohl bekannteste Eigenheit ist der Name der Februarferien: Im Saarland heißen sie Fastnachtsferien und fallen bewusst in die fünfte Jahreszeit, wenn in der Region die Karnevalsumzüge Tradition haben. Hinzu kommt eine kleine Besonderheit bei Pfingsten – eigene Pfingstferien gibt es nur in manchen Schuljahren, je nach Lage der übrigen Termine.
Als katholisch geprägtes Land hat das Saarland zudem mit zwölf gesetzlichen Feiertagen die meisten in ganz Deutschland. Neben den bundesweiten Tagen sind hier auch Fronleichnam, Mariä Himmelfahrt (15. August) und Allerheiligen (1. November) schulfrei – Mariä Himmelfahrt gilt sonst nur in Teilen Bayerns. Dazu kommen ein bis drei bewegliche Ferientage pro Schuljahr, die die Schulen selbst festlegen. Wer die langen Oster- und Herbstferien für eine kurze Wiederholungsrunde mit passendem Unterrichtsmaterial nutzt, startet umso sicherer ins nächste Schulhalbjahr.




































