Bericht schreiben

Arbeitsblätter für die Grundschule und Sekundarstufe

Einen Bericht muss man nicht nur an der Grundschule schreiben, sondern ist auch später noch an den weiterführenden Schulen wichtig. Deshalb sollte man bereits früh lernen, wie ein solcher Bericht auszusehen hat. Deshalb wollen wir mit diesem Artikel erklären, wie ein guter Bericht (wie zum Beispiel ein Unfallbericht in der 4. Klasse) geschrieben wird und bieten hierfür kostenlose Übungen für das Bericht schreiben – egal ob in der Grundschule oder in der 6. und 7. Klasse am Gymnasium an.

Kostenlose Arbeitsblätter zum Thema Berichte schreiben 



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Wie schreibt man einen guten Bericht?

Hier zählt nur eins: Übung macht den Meister! Unsere Aufgaben unterstützen Lehrerinnen und Lehrer dabei, ihren Schülern das Schreiben von Berichten spannend zu vermitteln. Außerdem eignen sich unsere Übungen ideal, um Zuhause eigenständig an guten Berichten zu arbeiten.

Das Schreiben eines Berichts gehört zu den wichtigsten Grundlagen des Aufsatzschreibens. Diese Berichte schreibt man im Deutschunterricht von der Grundschule bis zum Gymnasium. Spätere Aufsatzformen bauen auch darauf auf, weswegen man den Bericht gut beherrschen sollte. Ein Bericht muss immer die wichtigsten W-Fragen rund um ein Ereignis klären und dabei einem unbeteiligten Leser einen Gesamtüberblick über die Situation ermöglichen. Dieser Bericht muss immer neutral und sachlich ausfallen und darf weder eigene Meinung noch Mutmaßungen enthalten. Berichte werden immer in der Vergangenheitsform beschrieben. 

Mithilfe unserer kostenlosen Übungen zum Bericht schreiben kann jeder schnell und einfach lernen, wie zum Beispiel ein Unfallbericht in der Grundschule geschrieben wird. Selbstverständlich gibt es auch Lösungen für die Übungen.

Welche Fragen werden im Bericht beantwortet?

Ein guter Bericht erzählt so von einem Ereignis als ob man dabei gewesen wäre. Deshalb muss der Leser einige Informationen erhalten. Hierzu helfen die typischen W-Fragen am besten weiter und diese können auch von Grundschülern schon gut ausgefüllt werden.

  1. Wer war alles an dem vorliegenden Ereignis beteiligt? (Zeugen, Täter, Opfer, Zuschauer…)
  2. Wann hat das Ereignis stattgefunden?
  3. Wo hat das Ereignis stattgefunden?
  4. Was ist genau passiert?
  5. Wie hat sich das Ereignis abgespielt?
  6. Warum kam es zu diesem Ereignis?
  7. Welche Folgen hatte dieses Ereignis?

Beispiel: Berichtet werden soll über einen Verkehrsunfall mit einem Fahrradfahrer (Unfallopfer), einem Autofahrer (Unfallverursacher) und zwei Fußgängern (Zeugen).

  1. Wer war beteiligt? Ein Fahrradfahrer, ein Autofahrer und zwei Fußgänger.
  2. Wann? Am späten Nachmittag.
  3. Wo? In einer Spielstraße
  4. Was? Ein Autofahrer hat bei langsamer Fahrt einen kreuzenden Fahrradfahrer angefahren.
  5. Wie? Der Autofahrer hat den Fahrradfahrer nicht gesehen und zu spät gebremst.
  6. Warum? Der Fahrradfahrer war für den Autofahrer nicht sichtbar.
  7. Welche Folgen? Der Fahrradfahrer hat sich leicht verletzt.

Wie wird ein Bericht richtig gegliedert?

Ein Bericht braucht wie jede Aufsatzform eine sinnvolle Gliederung, damit man ihn gern liest. Deshalb sind auch hier die folgenden drei Teile sehr wichtig.

  •  Einleitung
  •  Hauptteil
  •  Schluss

In der Einleitung wird durch einen Basissatz der erste Gesamtüberblick über das Ereignis beschrieben. Hierzu können die ersten vier W-Fragen (Wer? Wann? Wo? Was?) eingeflochten werden.

Im Hauptteil soll dann das Geschehen im Vordergrund stehen. Wichtig ist dabei die richtige Reihenfolge der Ereignisse einzuhalten. Mithilfe der Frage Wie? kann man das Geschehen am besten erklären.

Im Schluss gilt es dann zu klären, warum sich das Ereignis zugetragen hat und welche Folgen daraus entstanden sind. Hier geht man also auf die Fragen Warum? und Welche Folgen hatte das Ereignis? ein.

Welcher Sprachstil und welche Zeitform wird verwendet?

Um einen guten Bericht zu schreiben, ist es wichtig, sich an einen vorgegebenen Sprachstil und die richtigen Zeitformen zu halten.

Der Sprachstil soll sachlich und objektiv sein. Deshalb gilt es hier auf jeden Fall eine eigene Meinung zum Ereignis zu vermeiden und auch keine Vermutungen anzustellen. Der Text sollte ebenso nicht umgangssprachlich geschrieben sein.

Auch auf die Zeitform sollte man achten. Ein Bericht wird immer in der Vergangenheitsform, dem sogenannten Präteritum geschrieben. Gegenwart und Zukunft darf auf jeden Fall nicht darin vorkommen, da es sich um die Beschreibung eines Ereignisses der Vergangenheit handelt. Wird eine Vorgeschichte zum Ereignis beleuchtet, muss diese im Plusquamperfekt beschrieben werden.

Präsens oder Futur kann man nur dann verwenden, wenn man über den gegenwärtigen Stand (bspw. von Ermittlungen zu einem Unfall) oder von den Folgen des Unfalls berichtet.

Gutes Beispiel für Sprachstil und Zeitform:

Am vergangenen Mittwochnachmittag hat sich in der Fußgängerzone ein Unfall zwischen einem Fahrradfahrer und einem Autofahrer zugetragen. Aufgrund schlechter Sicht hatte der Autofahrer den Radler zu spät gesehen und ihn leicht berührt. Daraufhin stürzte der Radfahrer und zog sich leichte Verletzungen zu.

Schlechtes Beispiel für Sprachstil und Zeitform:

Am Mittwoch gab es einen Unfall. In der Fußgängerzone ist ein Auto vermutlich viel zu schnell unterwegs und überfährt einen Radfahrer. Der Autofahrer ist hier auf jeden Fall schuld und sollte meiner Meinung nach ins Gefängnis gesteckt werden. Vermutlich hat sich der Fahrradfahrer schwere Verletzungen zugezogen und wird für immer eingeschränkt sein.