2. Vergangenheit ( Perfekt )

Arbeitsblätter für die Grundschule und Sekundarstufe

Um Geschichten zu erzählen oder von vergangenen Ereignissen berichten zu können, braucht man eine Zeitform, die die Vergangenheit ausdrückt. Dafür bietet sich die 2. Vergangenheitsform, die auch Perfekt genannt wird. Denn mit dieser kann man ganz einfach jedes Verb in die Vergangenheit setzen.

Die 2. Vergangenheitsform lernt man in der zweiten Klasse kennen. Neben dieser Zeitform gibt es noch einige weitere Zeitformen wie das Futur I und II, welche die Zukunft ausdrücken, oder auch das Präsens, welches die Gegenwart beschreibt.

Kostenlose Arbeitsblätter für die 2. Vergangenheitsform (Perfekt)

Die 2. Vergangenheitsform hilft bei Beschreibungen aller zurückliegenden Ereignisse. Da man aber immer eine konjugierte Form von sein oder haben benötigt und das auch nicht immer eindeutig ist, muss diese Zeitform geübt werden.

Hier gibt es viele Übungsaufgaben zum Thema 2. Vergangenheitsform (Perfekt), mit denen man ganz schnell ein echter Experte für diese Zeitform wird.


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Beispiele für die 2. Vergangenheitsform (Perfekt)

Ich bin gestern im kalten Wasser geschwommen. Danach ging ich heim und wir haben ein leckeres Essen gekocht. Meine Freundin war auch lange da, aber weil es spät war, ist sie am Abend schnell nach Hause gerannt, damit sie keinen Ärger bekommt.

Wann wird die 2. Vergangenheitsform (Perfekt) verwendet?

Die 2. Vergangenheitsform wird immer verwendet, wenn:

  1. eine abgeschlossene Handlung in der Vergangenheit liegt. Hier steht oft die Folge oder das Ergebnis der vergangenen Handlung im Vordergrund

    Beispiel:
    Gestern hat Sarah ihre Schuhe geputzt.
    (Ergebnis: Sarahs Schuhe sind jetzt sauber)

    Sarah will jetzt immer saubere Schuhe haben, weil sie so schön glänzen.
    (Folge: Sarah achtet künftig darauf, dass ihre Schuhe immer sauber sind. )

  1. bei allen Handlungen, die bis zu einem zukünftigen Zeitpunkt abgeschlossen sein werden. Dieser Zeitpunkt muss durch eine Zeitangabe erkennbar sein, ansonsten verwendet man das Futur II.

    Beispiel:
    Bis zur nächsten Riesenpfütze, in die sie reinspringt, hat sie den guten Vorsatz wieder vergessen.

So bildet man die 2. Vergangenheit (Perfekt)

Um ein Verb in der 2. Vergangenheitsform zu konjugieren, braucht man immer die Präsens-Form der Worte sein oder haben und ein Partizip II eines Vollverbs.

Personseinhaben
1. Person Singular (ich)ich bingeschwommenich habegekocht
2. Person Singular (du)du bistgeschwommendu hastgekocht
3. Person Singular (er/sie/es/man)er istgeschwommener hatgekocht
1. Person Plural (wir)wir sindgeschwommenwir habengekocht
2. Person Plural (ihr)ihr seidgeschwommenihr habtgekocht
3. Person Plural/Höflichkeitsform (sie/Sie)sie sindgeschwommensie habengekocht

Wann benutzt man haben oder sein?

Haben wird immer benutzt:

  • Verben mit Akkusativobjekt stehen
  • Beispiel: Sarah hat ihr Zimmer geputzt. (etwas putzen)
  • Verben ohne Akkusativobjekt und ohne Orts-/Zustandsänderung stehen
  • Beispiel: Sarah hat geputzt. (geputzt)
  • Bei allen reflexiven Verben
  • Beispiel: Sarahs Laune hat sich verbessert. (sich verbessern)

Sein wird immer benutzt:

  • Verben der Bewegung (aber ohne Akkusativobjekt):
  • gehen, rennen, schwimmen, laufen, fahren, fallen, fliegen, kommen, reisen etc.
  • Beispiel: Alle Gäste sind zur Feier gekommen..
  • Verben der Zustandsänderung wie:
  • aufwachen, einschlafen, erfrieren, auftauen etc.
  • Beispiel: Sarah ist heute morgen verschlafen aufgewacht..
  • bei bestimmten Verben wie:
  • sein, werden, bleiben, gelingen, misslingen, geschehen
  • Beispiel: Der Auftritt ist ihnen gut gelungen.

Bei der Bildung des Partizip II muss man starke Verben und schwache/gemischte Verben unterscheiden. 

VerbtypKonjugationBeispiel
starkge…enbacken – gebackenIch habe Kekse gebacken.
schwachge…thaben – gehabtSie haben ausreichend Zeit gehabt.
gemischtge…tkennen – gekanntSie haben viele Leute in der Stadt gekannt.